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Pressefreiheit vom 08.02.2010

Reformorientierte Journalisten im Iran verhaftet

Zusammenhang mit Feiern zur Islamischen Revolution vermutet.

Teheran (AFP) - Im Iran sind in den vergangenen beiden Tagen neun teilweise reformorientierte Journalisten festgenommen worden, darunter auch ein Fotograf. Wie die Zeitung "Etemad" und mehrere oppositionelle Internetseiten am Montag berichteten, sind unter den Festgenommenen auch der Politikchef der reformorientieren Wochenzeitung "Iran Docht" sowie Angestellte der Nachrichtenagenturen Isna und Mehr und anderer Reformblätter.

Die Gründe für die Festnahmen wurden nicht bekannt. Allerdings könnten sie in Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 31. Jahrestag der Islamischen Revolution stehen, für die Anhänger der Opposition zu Protesten gegen die iranische Führung aufgerufen hatten. Seit der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni gingen Oppositionelle und Medienvertreter immer wieder auf die Straße, um gegen das Ergebnis zu protestieren. Nach Angaben der Internetseite von Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi, Kaleme.org, befinden sich derzeit 55 Journalisten in Haft.

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