Vermischtes vom 07.02.2012
Pressezensur: Iran verbietet Reformzeitung
Die iranischen Pressewächter haben wieder zugeschlagen. Erneut hat es die reformorientierte Zeitung "Rusegar" getroffen.
Teheran - Bereits im September 2011 war die Zeitung schon für zwei Monate verboten worden, weil sie angeblich gegen das aktuell herrschende Regime geschrieben hätte, Propaganda und Geheimnisverrat wurde den Redakteuren vorgeworfen. Wie Transparency for Iran berichtet, hat diesmal ein Bericht über Mohammad Reza Khatami, dem Bruder des ehemaligen Präsidenten Mohammad Khatami, die Teheraner Staatsanwaltschaft erzürnt. Vor allem die Bildzeile „Uns kann man nichts befehlen“ soll die Zensoren erzürnt haben. Die Oppositionszeitung "Rusegar" (Alltag) war erst im Februar 2010 gegründet worden. Sie darf vorläufig einen Monat lang nicht erscheinen.
Seit dem Amtsantritt von Mahmud Ahmadinedschad in 2005 sind zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften im Iran von der Bildfläche verschwunden, Meinungsfreiheit gibt es de facto nicht.