Journalismus
B.Ü.

Investigativ-Journalist Andreas Maisch empfiehlt: "Journalisten sollten verstärkt Datenbanken nutzen"

Können junge, freie Journalisten überhaupt investigativ arbeiten? Im Gespräch mit Lea Albrecht von der Deutschen Welle erklärt der Berliner Journalist Andreas Maisch, wie es funktionieren kann.

Berlin - Der preisgekrönte Journalist (Recherche-Stipendium der Otto-Brenner-Stiftung) schreibt für verschiedene Medien wie "Welt am Sonntag", "Frankfurter Rundschau", "Brand eins" oder "turi2".

 

Im Interview mit Lea Albrecht kritisiert Maisch Datenjournalismus, der nur visualisiert und nicht Geschichten hinter den Statistiken zeigt: "Manchmal ist im Datenjournalismus die Tendenz dazu da, Datenmalerei zu betreiben und schöne Grafiken zu erstellen – was auch seine Berechtigung hat. Aber was ich mir manchmal noch mehr wünschen würde, sind Datenprojekte, die etwas hinterfragen und vor allem die Geschichten zeigen, die hinter den Zahlen stecken."

 

Zudem ruft Maisch dazu auf, verstärkt Datenbanken zu nutzen: "Wenn jeder Journalist nachdenkt, welche möglichen Datenbanken und Daten es in seinem Bereich gibt, dann kommt man sehr viel weiter und kann viele spannende Geschichten herausfinden."

 

Andreas Maisch empfiehlt zudem, bei Recherchen verschiedene Methoden stärker zu kombinieren: "Auch wenn man klassischer Reporter ist, sollte man öfter überlegen, ob es Daten gibt, die einem weiterhelfen. Man sollte vernetzter denken und die verschiedenen Möglichkeiten kombinieren." (B.Ü.)

 

Newsroom.de-Tipp: Lesen Sie das ganze Interview mit Andreas Maisch zu den Themen Recherche, Finanzierung von investigativen Recherchen als freier Journalist und Datenjournalismus im Volontärs-Blog der Deutschen Welle: Jung, frei und trotzdem investigativ?

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