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Ex-Wirtschaftsredakteur der „Süddeutschen“: Volker Wörl ist tot

Das Blatt würdigt den langjährigen Ressortleiter in einem Nachruf als „grün angehauchten Gentleman mit sozialem Gewissen“.

München – Der frühere Wirtschaftsredakteur der „Süddeutschen Zeitung“, Volker Wörl, ist im Alter von 96 Jahren gestorben.  Geboren 1930 im Sudetenland, kam er 1958 als Redakteur ins Wirtschaftsressort der „Süddeutschen Zeitung“. Von 1976 leitete er es gemeinsam mit Franz Thoma und später mit Helmut Maier-Mannhart. Wörl blieb bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1995 auf dem Posten und verfasste auch danach noch als freier Autor Artikel für das Blatt.

 

 

Die „Süddeutsche Zeitung“ hat ihren Ex-Redakteur in einem Nachruf gewürdigt. Alexander Hagelüken, leitender Wirtschaftsredakteur, beschreibt Wörl darin als „grün angehauchten Gentleman mit sozialem Gewissen“.

 

„Was an Volker Wörl sofort auffiel, das war sein besonderer Blickwinkel“, schreibt Hagelüken. „Kam man in den 1990er-Jahren in die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, kreisten viele Artikel um Themen, die auch heute noch sehr gegenwärtig klingen: VW in der Krise, Lufthansa will hoch hinaus, Unternehmen fordern geringere Steuern.“ Dazwischen sei aber immer mal wieder ein Stück von Wörl erschienen, der zwischen all den Berichten über Firmenbilanzen eine andere Perspektive eingenommen habe: „Geht es in diesem Land sozial gerecht zu? Ist das ganze Vermögen, das hier erwirtschaftet wird, eigentlich fair verteilt?“

 

 

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