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Früherer ARD-Korrespondent Friedhelm Brebeck gestorben

Mit seiner Berichterstattung aus Krisen- und Kriegsgebieten prägte er über Jahrzehnte den Auslandsjournalismus der ARD.

Berlin/München – Der frühere ARD-Auslandskorrespondent Friedhelm Brebeck ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Das bestätigte der Bayerische Rundfunk. Brebeck zählte über Jahrzehnte zu den prägenden Reporterpersönlichkeiten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.


Geboren am 16. Juli 1934 in Velbert, begann Brebeck seine journalistische Laufbahn bei der „Westdeutschen Rundschau“ und der „Rheinischen Post“, bevor er zum Fernsehen wechselte. Seit 1973 arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk, unter anderem für das Magazin „Report“. Als ARD-Auslandskorrespondent und Chefreporter berichtete er aus zahlreichen Krisen- und Konfliktregionen, darunter Israel, der Libanon, Iran, Irak sowie aus Südosteuropa.

 

Besonders bekannt wurde Brebeck durch seine Berichterstattung über die Balkankriege. Ab 1992 begleitete er als Korrespondent des ARD-Studios Südosteuropa in Wien mit hunderten Beiträgen das Kriegsgeschehen im ehemaligen Jugoslawien, häufig unter lebensgefährlichen Bedingungen. 1998 wurde er nach Berichten aus dem Kosovo von den serbischen Behörden ausgewiesen.

 

Für seine Arbeit erhielt Brebeck zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis. BR-Informationsdirektor Thomas Hinrichs würdigte ihn als „Reporterlegende“ und Vorbild für den Auslandsjournalismus. Brebeck lebte zuletzt in einem Pflegeheim in Ahrweiler, wo er starb.

 

 

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