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Axel Springer wächst weiter mit Digitalangeboten

Döpfner kündigte an, dass sich Springer mit 36 Prozent an der vom früheren „Handelsblatt“-Herausgeber Gabor Steingart betriebenen Media Pioneer GmbH mit Angeboten wie dem Newsletter „Morning Briefing“ und einem Podcast beteilige.

Berlin (dpa) − Job- und Immobilienportale sowie Online-Journalismus sind die Wachstumstreiber für Axel Springer («Bild“, „Welt»). Im ersten Quartal 2019 seien die digitalen Aktivitäten weiter deutlich gewachsen. Knapp drei Viertel des Konzernumsatzes (73,8 Prozent) gehe inzwischen auf das digitale Geschäft zurück, teilte das Medienhaus am Dienstag in Berlin mit. Investitionen in Rubriken-Plattformen und in digitalen Journalismus würden für den Konzern immer wichtiger, sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner.

Im ersten Quartal 2019 lagen die Erlöse mit 771,8 Millionen Euro leicht unter denen des Vorjahreszeitraums (773,5 Millionen Euro). Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) ging um 2,5 Prozent auf 167 Millionen Euro zurück.

Döpfner kündigte an, dass sich Springer mit 36 Prozent an der vom früheren „Handelsblatt“-Herausgeber Gabor Steingart betriebenen Media Pioneer GmbH mit Angeboten wie dem Newsletter „Morning Briefing“ und einem Podcast beteilige. In dieser „journalistischen Partnerschaft“ wolle Springer auch gemeinsame Projekte mit Steingart entwickeln.

Wachstumstreiber in den ersten drei Monaten des Jahres war das unter Classifieds Media zusammengefasste Geschäft mit Jobportalen wie Stepstone und Immobilienplattformen wie Immowelt. Der Bereich legte um 8,5 Prozent auf 314,8 Millionen Euro zu. Der Geschäftsbereich News Media, zu dem die Tageszeitungen „Bild“ und „Die Welt“ gehören, ging um 2,9 Prozent zurück. Dabei stieg der Anteil der digitalen Angebote in diesem Segment um 41,7 Prozent. Der Bereich Marketing Media mit Angeboten wie Idealo und „finanzen.net“ erwirtschaftete 104,4 Millionen Euro (minus 11,6 Prozent).

Um das Digitalgeschäft weiter anzukurbeln, kaufte Axel Springer Studydrive, eine Plattform für Studierende, sowie die PersonalMarkt Services GmbH, ein Portal für Gehaltsvergleiche und Jobangebote.