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Öffentlich-Rechtliche legen KI-Leitplanken für den Journalismus fest

Öffentlich-Rechtliche legen KI-Leitplanken für den Journalismus fest Wie die ARD KI leben will (Screenshot: ARD)

ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle haben sich auf einen gemeinsamen KI-Kodex verständigt. Er definiert, wo Künstliche Intelligenz redaktionell eingesetzt werden darf – und wo klare Grenzen gezogen werden.

Bonn (KNA) – Die öffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland haben einen gemeinsamen KI-Kodex verabschiedet. In dem Papier, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, haben sich ARD, ZDF, Deutschlandradio und die Deutsche Welle auf sechs Grundsätze verständigt, wie künftig redaktionell mit Künstlicher Intelligenz umgegangen werden soll. Demnach sollen KI-Systeme nur dort eingesetzt werden, wo sie bei der Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags einen Mehrwert bieten.

 

Zudem soll KI bei verantwortungsvoller Personalisierung zu mehr Vielfalt beitragen, etwa im Bereich der Barrierefreiheit. Personalisierung soll nur dort genutzt werden, wo sie Vielfalt sowie Informations- und Unterhaltungswert stärkt. Filterblasen-Effekte sollen hingegen vermieden werden.

 

„Kontrolle und Transparenz“

Darüber hinaus pochen die Anstalten auf Kontrolle und Transparenz. Journalistische Sorgfaltsgrundsätze sollen auch dann gewährleistet sein, wenn generative KI zum Einsatz kommt. Inhalte, die mithilfe von KI erstellt wurden, sollen gekennzeichnet werden. Außerdem sollen Integrität und Qualität der Daten sichergestellt werden; verwendete KI-Basismodelle sollen nach Möglichkeit ihre Datengrundlage transparent machen. Bei der Entwicklung und Nutzung von KI-Modellen soll zudem auf Energieeffizienz geachtet werden.

 

Die am Kodex beteiligten Anstalten wollen bei der Entwicklung und Nutzung von KI zusammenarbeiten und Wissen austauschen, auch mit anderen Medienhäusern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

 

Nicht zuletzt verpflichten sich ARD, ZDF, Deutschlandradio und die Deutsche Welle zu einer kritischen Berichterstattung über Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, sich aktiv an der Debatte über die gesellschaftliche Rolle von Algorithmen zu beteiligen.

 

 

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