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WAZ-Onlineportal "Der Westen" wird zur Dachmarke der WAZ-Zeitungen

Bis zum Start des "Westen" Mitte Oktober will die WAZ alle 900 Redakteure ihrer Zeitungstitel im Ruhrgebiet geschult haben.

Frankfurt a. M. - Die WAZ-Zeitungsgruppe in Essen startet Mitte Oktober ihr neues Internetportal, das den Namen "Westen" tragen wird. "Genau das wollen wir sein: Eine Heimatadresse im Internet", sagt die Chefredakteurin der WAZ-Gruppe, Katharina Borchert, in der neuen Ausgabe des "Medium Magazin für Journalisten", die Ende September erscheint. Darin stellt sie in einem Doppel-interview gemeinsam mit dem Chefredakteur der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung", Ulrich Reitz, das neue Portal vor, das mehrere Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe unter der neuen Dachmarke vereinen und zusätzlich eine Community für das Ruhrgebiet bieten wird.

"Damit definieren wir erstmals eine starke Region, in der wir zu Hause sind", sagt Reitz. An eine Auflösung der Eigenständigkeit der WAZ-Titel zugunsten der neuen Dachmarke glaubt er so wenig wie Borchert, die sagt: "Damit bieten wir aus unserer Region eine Meinungsvielfalt, eine Pluralität, wie es sie hier noch nie gegeben hat." Die Artikel der einzelnen Titel sollen mit dem entsprechenden Logo versehen werden. Ursprünglich war der Start des "Westens" bereits für das Frühjahr dieses Jahres geplant. "Wir wollten unsere Seite nicht einfach neu anstreichen und ein bisschen Community-Software andocken, sondern setzen ein völlig neues System auf "inklusive Redaktionssystem. Deshalb haben wir zugegeben deutlich länger gebraucht als ursprünglich gedacht", sagt Borchert im "Medium Magazin". Sie war vor gut einem Jahr zur WAZ gekommen und hatte sich zuvor mit ihrem Weblog "Lyssas Lounge" einen Namen gemacht.

Das WAZ-Portal setzt auf hohe Interaktivität: Nicht nur Nutzer, sondern auch die Redakteure können in der angeschlossenen Community ein Profil anlegen und sich untereinander austauschen. Der "Westen" wird sogar Vereinen die Möglichkeit bieten, ein Gruppen-Profil für die Kommunikation mit den Mitgliedern anzulegen.

Außerdem setzt der "Westen" neben der klassischen ressortbasierten auch auf eine visuelle Navigation ("Geo-tagging"): Nachrichten werden mit einer Adresse verknüpft und so auf Landkarten lokalisiert. Borchert: "Wenn der Nutzer dann sein persönliches Profil aufruft, sieht er auf einer Karte, was gerade in seiner Nachbarschaft passiert." Bis zum Start des "Westens" will die WAZ alle 900 Redakteure ihrer Zeitungstitel im Ruhrgebiet geschult haben.