Pressefreiheit
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Nordkorea verurteilt US-Journalistinnen zu zwölf Jahren Arbeitslager

Euna Lee und Laura Ling arbeiteten im Auftrag eines kalifornischen Fernsehsenders an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten.

Seoul (AFP) - Die beiden in Nordkorea inhaftierten US-Journalistinnen sind zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Dies vermeldete am Montag die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Der Prozess habe "die schweren Verbrechen" bestätigt, die die beiden Frauen gegen Nordkorea begangen hätten. Zudem sei erwiesen worden, dass sie illegal die Grenze übertreten hätten. Deshalb habe das zuständige Gericht am Ende des fünftägigen Prozesses "jede von ihnen zu zwölf Jahren Umerziehung durch Arbeit verurteilt".

Euna Lee und Laura Ling waren Mitte März am Tumen-Fluss festgenommen worden, der die Grenze zum benachbarten China bildet. Im Auftrag eines kalifornischen Fernsehsenders arbeiteten sie an einer Reportage über Nordkoreaner, die über den Tumen nach China flüchten. Die USA hatten in den vergangenen Wochen wiederholt die Freilassung der beiden Journalistinnen gefordert.