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Schnell gelebt, früh gestorben: Kurt Cobain, Heath Ledger und Sharon Tate - Arte-Porträts über Star-Tragödien

Was haben John Belushi, Kurt Cobain, Heath Ledger und Sharon Tate gemeinsam? Sie wurden alle jung zu Stars, lebten ein ausschweifendes Leben und starben früh. Die Arte-Doku-Reihe "Too Young To Die" zeichnet die Lebenswege dieser vier jungen Rebellen nach.

Berlin (dpa) - Sie sind jung, sie sind erfolgreich, sie leben auf der Überholspur, sie verglühen wie Sternschnuppen: Eine ganzer Reihe von Jungstars, die früh zu Ikonen wurden, haben ihren Ruhm mit dem Leben bezahlt.

Oft sind es Drogen und Alkohol, die die Leben von Popstars und Hollywoodgrößen allzu früh beenden, häufig gepaart mit Depressionen, Einsamkeit, einem Gefühl der Sinnlosigkeit, was dann nicht selten in Selbstzerstörung und sogar aktiven Selbstmord mündet. Der deutsch-französische Kultursender Arte widmet vier solcher Schicksale eine Doku-Reihe: "Too Young To Die" heißt es an den nächsten vier Samstagen, eingebettet in den Programmschwerpunkt "Summer of Rebels".

Den Auftakt macht an diesem Samstag um Mitternacht ein Film über John Belushi, einen der beiden Blues Brothers. Filmemacher Jobst Knigge hat den Mann porträtiert, der in der legendären Sketch-Show "Saturday Night Live" und an der Seite seines Blues-Bruders Dan Aykroyd selbst zur Legende wurde - bis er 1982 im Alter von nur 33 Jahren an einer Drogenmixtur starb, auch legendär.

Knigge zeigt Belushis Weg vom Sport- und Theaterstar im kleinen Wheaton (US-Bundesstaat Illinois) zu einem landesweit gefeierten Komiker und Musiker. Dabei sticht vor allem Belushis Respektlosigkeit hervor - gegenüber Obrigkeiten, dem Showbusiness, sich selbst und anscheinend auch dem Tod.

Der zweite Film der Reihe (21.7., 21.40 Uhr) ist einem gewidmet, der zum berühmten "Club 27" gehört: Neben Jimi Hendrix, Janis Joplin oder Jim Morrison gehört auch Kurt Cobain zu den großen Toten der Rockszene.

Auch er starb mit 27 Jahren, auch er lebte ein Leben voller Exzesse. Außerdem starb er nicht einfach nur, er nahm sich das Leben mit einer Flinte - und das, nachdem er als Kopf der Band Nirvana einer ganzen Generation einen neuen Sound, einen neuen Musikstil gegeben hatte - den Grunge. Niels Negendank begab sich für seine Dokumentation auf den Lebens- und Leidensweg des Musikers aus dem Umkreis von Seattle.

In den beiden weitern Dokumentationen (28.7., 21.40 Uhr und 4.8., 21.45 Uhr) werden zwei wahrhaft tragische Karrieren nachgezeichnet. Der Schauspieler Heath Ledger, der vor vier Jahren an einem Medikamenten-Cocktail starb, und die Stilikone Sharon Tate, die 1969 von der sogenannten Manson Family umgebracht wurde, stehen für Stars, die unerwartet aus dem Leben schieden.

Beide - er 28, sie 26 Jahre alt geworden - waren für ihre Generation stilbildend und hinterließen große Ratlosigkeit nach ihrem Tod - und Trauer, so wie auch die anderen Tode der jungen Legenden, die einfach eines waren: "Too Young To Die" - zu jung zum Sterben.