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Schweizer Fernsehen ächzt unter der Konkurrenz der Spartensender

Trotz rückläufiger Marktanteile des Schweizer Fernsehens bleibt Ruedi Matter, Direkt von Schweizer Radio und Fernsehen, gelassen.

Bern - „Wir haben seit dem Jahr 2000 knapp drei Prozentpunkte verloren – das ist hervorragend in einer Landschaft, die durch einen starken Umbruch geprägt ist“, sagt Matter im Interview mit der "SonntagsZeitung".

„Einerseits wird generell weniger klassisches TV geschaut. Zum anderen nutzt ein Fernsehzuschauer heute durchschnittlich 17 Programme statt wie vor zehn Jahren zehn. Die vielen kleinen Spartensender machen uns zu schaffen", so Matter.

Dass Informations- und Talkformate wie „10 vor 10“ oder „Arena“ Zuschauer verlieren, ist laut Matter hingegen kein Problem: „Diese Sendungen verzeichnen anhaltend hohe Zuschauerzahlen, wenn auch die Nachfrage nach News zu einem fixen Zeitpunkt generell leicht abnimmt, da sich das Publikum zunehmend zeit- und ortsunabhängig informiert.“

Die „Tagesschau“ habe lediglich unter dem Sport gelitten: „Nehmen Sie die "Tagesschau": Die hatte einen Taucher während der Fussball-Europameisterschaft. Seit die EM vorbei ist, erreicht die "Tagesschau" wieder konstant 50 Prozent.“