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Newsroom – Tim Gieselmann

40 Millionen Euro für „Nius“: Finanzier Gotthardt setzt auf langen Atem

Unternehmer Frank Gotthardt gibt der „Zeit“ Einblick in die Kosten und bisherigen Investitionen in „Nius“ – und erklärt, warum er trotz hoher Verluste weiter an das Medium glaubt.

Berlin – Unternehmer Frank Gotthardt, Finanzier hinter „Nius“, gibt gegenüber der „Zeit“ Einblick in die laufenden Kosten der Website: Die aktuell 40 Medienschaffenden und 20 weiteren Mitarbeitenden sowie zusätzliche Ausgaben würden sich auf mindestens 1 Million Euro monatlich summieren. Auf die Frage von Autor Stefan Willeke nach der Höhe seiner bisherigen Investitionen nickt er bei der Summe 40 Millionen Euro. „Wenn man in ein neues Medium investiert, braucht man einen langen Atem“, glaubt Gotthardt.

 

Nach einem Minus von 16 Mio. Euro 2024 sei der Verlust im Folgejahr nicht geringer geworden. Trotz seiner Unzufriedenheit damit wolle er sich nicht zurückziehen. Willeke hat Gotthardt drei Tage in Venedig begleitet und schreibt, er wisse, dass sein Medium der AfD hilft. Der Unternehmer gibt an: „Ob jemand profitiert, ist nicht unser Kriterium.“ Er habe keine Rede eines AfD-Politikers je zu Ende angehört, „das bringt mir nichts“.


Gotthardt stört sich „am Zungenschlag der Öffentlich-Rechtlichen, die mir die Welt erklären wollen“ und wünscht sich für sein eigenes Medium keinesfalls weniger Zurückhaltung: „Man muss auch laut sein, um die Menschen zu erreichen.“ Er gibt an, „Nius“ sei glaubwürdig und würde „im Gegensatz zu vielen anderen“ nicht lügen. Konfrontiert mit Falschmeldungen, sagt er: „Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch wir machen einmal Fehler.“ Chefredakteur Julian Reichelt äußert sich gegenüber der „Zeit“ zu dem Unternehmer und sieht in ihm einen „geistig-moralisch klaren“ typischen CDU-Vertreter aus Rheinland-Pfalz, „mit einer Weltsicht, die in den Merkel-Jahren untergegangen ist“. Man sei sich bei ersten Treffen „sofort einig“ gewesen über die „riesige Marktlücke“, denn „für mindestens die Hälfte der Bevölkerung gab es ja fast keine Medien“.

 

 

 

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