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70 Jahre „Apotheken Umschau“: Warum evidenzbasierter Gesundheitsjournalismus unverzichtbar bleibt

Zum Jubiläum wird deutlich, welche Bedeutung evidenzbasierter Journalismus in Zeiten von Desinformation und rasanter Medienveränderung hat.

Baierbrunn – Zum 70-jährigen Bestehen blickt die „Apotheken Umschau“ auf ihre Rolle im deutschen Gesundheitsjournalismus zurück und unterstreicht zugleich ihren Anspruch auf evidenzbasierte Berichterstattung. Seit der ersten Ausgabe am 1. Januar 1956 hat sich das Magazin von einer apothekennahen Informationsschrift zum reichweitenstärksten Gesundheitsmedium Deutschlands entwickelt – und dabei kontinuierlich dokumentiert, wie sich medizinisches Wissen verändert.

 

Die Jubiläumsausgabe macht sichtbar, wie Erkenntnisgewinn in der Medizin funktioniert: Leitlinien werden angepasst, Therapien neu bewertet, gesellschaftliche Perspektiven korrigiert. Was früher als gesichert galt, musste auf Basis neuer Studien revidiert werden. Genau darin liegt der journalistische Mehrwert evidenzbasierter Arbeit – im transparenten Umgang mit Unsicherheit, Wandel und wissenschaftlicher Korrektur.

 

Für Journalistinnen und Journalisten zeigt das Beispiel der „Apotheken Umschau“, dass Glaubwürdigkeit nicht durch Zuspitzung, sondern durch Einordnung entsteht. In einer Zeit, in der Gesundheitsinformationen zunehmend über soziale Medien verbreitet und vereinfacht werden, gewinnt fundierte Recherche an Bedeutung. Evidenzbasierter Gesundheitsjournalismus wird damit zur demokratischen Aufgabe: Er befähigt Menschen, informierte Entscheidungen zu treffen, und stärkt das Vertrauen in Medien, die Wissenschaft verständlich, unabhängig und verantwortungsvoll vermitteln.