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Appell an Kabel Eins wegen verpixeltem Solidaritätsaufruf

Mit einem öffentlichen Schreiben wenden sich Vertreter des Verbands Jüdischer Journalistinnen und Journalisten an die Programmführung der Seven.One Entertainment Group. Hintergrund ist die Verpixelung eines humanitären Slogans in einer Kabel-Eins-Sendung.

München/Frankfurt – Mit einem öffentlichen Appell haben sich Susanne Stephan und Lorenz Beckhardt, Vorsitzende des Verbands Jüdischer Journalistinnen und Journalisten, an den programmverantwortlichen Geschäftsführer der Seven.One Entertainment Group, Henrik Pabst, gewandt. Anlass ist die Ausstrahlung der Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal – der Profi kommt“ auf dem Sender Kabel Eins.


In der am 19. Januar 2025 erstmals ausgestrahlten Folge war der Gewinner des Gastronomie-Wettkampfs, der Frankfurter Gastronom Nir Rosenfeld, mit einer Plakette vor der Brust zu sehen, auf der die Freilassung israelischer Geiseln gefordert wurde. Der Schriftzug „Bring them home!“ war in der Sendung jedoch verpixelt.


In dem Schreiben betonen die Verfasser, es habe sich dabei um eine „unpolitische, humanitäre Forderung“ gehandelt, die sich nicht auf eine der Konfliktparteien im Nahostkonflikt beziehe. Der Slogan sei mit allgemeinen Appellen gegen Krieg oder Hunger vergleichbar. Die Verpixelung erwecke aus ihrer Sicht den falschen Eindruck einer politischen Positionierung.


Nach Angaben der Unterzeichner soll die betreffende Folge erneut ausgestrahlt werden. Sie fordern Kabel Eins auf, die Plakette bei einer Wiederholung unverpixelt zu zeigen. Andernfalls könne der Eindruck entstehen, der Sender stelle sich in einer unpolitischen Unterhaltungssendung indirekt auf die Seite der Terrororganisation Hamas.


Zudem bitten Stephan und Beckhardt um eine Stellungnahme der Redaktion zu den Gründen, die ursprünglich zur Verpixelung des Schriftzugs geführt hätten. Eine Antwort der Seven.One Entertainment Group lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

 

 

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