Vermischtes
Newsroom – Georg Taitl

BDZV-Kongress diskutiert Macht der Plattformen

Beim Kongress treffen heute Vertreter aus Medien, Politik, Plattformen und Wissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen der Einfluss digitaler Plattformen, Desinformation und KI. Was Verlage der Plattformdominanz entgegensetzen wollen.

Berlin – Unter dem Motto „Demokratie braucht viele Stimmen“ veranstaltet der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) heute, 6. Oktober, seinen Kongress in Berlin. Erwartet werden nach Angaben des Verbands rund 150 Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft.

 

Einen politischen Impuls gibt Philipp Amthor, Staatsminister für Bund-Länder-Zusammenarbeit. Über den Einfluss digitaler Plattformen auf Meinungsbildung und Wahlen diskutieren Andreas Briese, Managing Director YouTube Germany, RND-Chefredakteurin Eva Quadbeck, Paulina Fröhlich von der Bertelsmann Stiftung und BDZV-Vorstandsvorsitzender Matthias Ditzen-Blanke. Dabei soll es auch um die Frage gehen, welchen Einfluss digitale Plattformen auf politische Entscheidungen haben und wie Politik, Plattformbetreiber und Medien darauf reagieren können.


Nachrichtenkompetenz und Desinformation

Steffen de Sombre vom Institut für Demoskopie Allensbach präsentiert eine Studie zur Nachrichten- und Medienkompetenz von Lehrkräften. Die Untersuchung wurde von der Stiftervereinigung der Presse in Auftrag gegeben. Darüber diskutieren anschließend Bildungsexpertin Silke Müller, Claus Liesegang, Chefredakteur von „Märkische Oder-Zeitung“ und „Lausitzer Rundschau“, sowie Stephanie von Unruh aus dem BDZV-Vorstand. Themen sind unter anderem Desinformation, Nachrichtenkompetenz und mögliche Altersgrenzen für soziale Medien.


Mit der Abhängigkeit regionaler Medien von globalen Plattformen beschäftigt sich das Panel „David schlägt zurück“. Beispiele aus Skandinavien und Belgien sollen zeigen, mit welchen Geschäftsmodellen und Kooperationen Medienunternehmen auf die Marktmacht der Plattformen reagieren. Der Kartellrechtsexperte Thomas Höppner ordnet Entwicklungen bei der Plattformregulierung in den USA, Europa und Deutschland ein.


Journalistenpreise am Abend

Zum Abschluss des Kongresses sprechen Ditzen-Blanke und Lars Joachim Rose, Vorstandsvorsitzender des Medienverbands der freien Presse (MVFP), über das „Bündnis Zukunft Presse“.


Am Abend werden bei der „Nacht des Journalismus“ im Tipi am Kanzleramt der Theodor-Wolff-Preis und der Wächterpreis verliehen. Den BDZV-Kongress im Steigenberger Hotel am Kanzleramt moderiert Lea Thies, Leiterin der Günter Holland Journalistenschule in Augsburg.

 

 

Sie möchten aktuelle Medien-News, Storys und Praxistipps lesen – und sich über Jobs, Top-Personalien und Journalistenpreise aus Deutschland informieren? Dann abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter.

Sie haben Personalien in eigener Sache oder aus Ihrem Medienhaus? Oder ist Ihnen in unseren Texten etwas aufgefallen, zu dem Sie sich mit uns austauschen möchten? Dann senden Sie Ihre Hinweise bitte an georg.taitl@oberauer.com.