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Correctiv“ verteidigt eigenes Gehaltsmodell gegen Forderung nach Haustarif

Geschäftsführung sieht Tarifvertrag als Risiko für Finanzierung und Flexibilität.

Essen – Die Geschäftsführung von „Correctiv“ hat sich zu aktuellen Forderungen der Journalistengewerkschaften DJV und dju nach einem Haustarifvertrag geäußert und ihr bestehendes Vergütungsmodell verteidigt. Die Gewerkschaften thematisieren derzeit die Gehaltsstrukturen bei „Correctiv“ im Rahmen einer auf das Medienhaus zugeschnittenen Mitgliederwerbungskampagne.

Statt eines Haustarifs setzt „Correctiv“ nach eigenen Angaben seit 2021 auf ein eigenes, fünfstufiges Gehaltsmodell. Dieses verbinde Berufserfahrung mit gezielter Kompetenzentwicklung und sei offen für unterschiedliche Berufswege.

 

Die Gehälter orientieren sich laut Unternehmen mit Blick auf andere gemeinnützige Organisationen und Medien-Start-ups an branchenüblichen Standards. „Eine der ersten Maßnahmen der neuen Geschäftsführung war die Umsetzung einer strukturellen Gehaltserhöhung – die deutlich über dem letzten Tarifabschluss der Gewerkschaften lag“, sagt Gründer und Publisher, David Schraven. Mehr als 60 Prozent der Finanzierung stammen demnach aus Spenden einzelner Menschen. Ein Großteil der Ausgaben fließe direkt in die Gehälter der Beschäftigten. Ein traditioneller Tarifvertrag würde aus Sicht der Geschäftsführung erheblichen Druck auf das Finanzierungsmodell ausüben und passe nicht zur agilen Organisationsform.

 

 

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