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Erste Tarifrunde für Zeitungsredakteure ohne Ergebnis

Die Gespräche wurden am Freitag nach gut vier Stunden auf den 4. September vertagt.

Düsseldorf (dpa) - Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 15 000 Zeitungsredakteure hat kein Ergebnis gebracht. Die Gespräche wurden am Freitag nach gut vier Stunden auf den 4. September vertagt. Die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt, teilte der Deutsche Journalistenverband (DJV) mit. DJV und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) fordern eine Erhöhung der Gehälter um 7,5 Prozent. Zudem sollen die Online-Redakteure in den Gehaltstarifvertrag einbezogen werden. Für Honorare freier Journalisten werden ebenfalls 7,5 Prozent mehr verlangt.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) nannte die Forderungen überzogen. Die Gewerkschaften müssten die anhaltend schwierige Situation der Zeitungsbranche zur Kenntnis nehmen. Bei den Anzeigen stagniere die Entwicklung, die Auflagen gingen zurück. Es komme darauf an, "mit sinnvollen Lösungen eine verlässliche tarifliche Orientierung für die Zukunft von Mitarbeitern und Unternehmen auf den Weg zu bringen", heißt es in der Erklärung von BDZV-Verhandlungsführer Werner Hundhausen.

DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff warf den Arbeitgebern vor, sie wollten einen "Billigtarif für alle künftigen Redakteure" durchsetzen. "Den Verlegern reichen die Kürzungen zurückliegender Tarifabschlüsse offenbar noch nicht aus, obwohl die Zeitungsbranche die wirtschaftliche Talsohle hinter sich gelassen hat."