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Newsroom – Georg Taitl

hr schlägt B’NAI B’RITH Vermittlung bei Grundstücksfrage vor

Im Streit um Grundstücke der Frankfurter Loge hat der Hessische Rundfunk ein Gutachten zu einem historischen Dokument vorgelegt. Der Sender schlägt Gespräche unter Einbeziehung eines neutralen Vermittlers vor.

Frankfurt – Im Zusammenhang mit der Berichterstattung des „Spiegel“ über Grundstücke der Frankfurter B’NAI B’RITH Loge liegt dem Hessischen Rundfunk (hr) seit Donnerstag, 24. September, ein kurzfristig beauftragtes Gutachten vor. Es bezieht sich auf ein historisches Dokument, das sogenannte Hübner-Gutachten von 1951, das dem hr nach eigenen Angaben erst im Zuge der Recherchen des „Spiegel“ bekannt wurde. Eine vom hr beauftragte Kanzlei bewertet das Dokument als relevant.

 

Das Gutachten eröffnet nach Angaben des Senders die Möglichkeit, dass bei der damaligen Entschädigung möglicherweise unwissentlich ein Flurstück an der Eschersheimer Landstraße unberücksichtigt geblieben sein könnte. Die Loge macht seit 2024 Ansprüche geltend. Diese habe sie aus Sicht des hr bislang rechtlich nicht hinreichend begründen können. Der Sender habe die entsprechenden Forderungen deshalb zurückgewiesen.

 

Auf Grundlage des neuen Gutachtens bietet der hr der Loge erneut Gespräche an und schlägt die Hinzuziehung eines von beiden Seiten akzeptierten neutralen Vermittlers vor. Der Sender bezeichnet das neu bekannt gewordene Dokument als wichtigen Baustein für die Bewertung und Aufarbeitung der Vorgänge und bedauert, dass ihm die Unterlagen nicht früher zugänglich gewesen seien.

 

Unabhängig davon hat der hr bereits im Juni 2026 eine wissenschaftliche Studie zur Gründungsphase der Rundfunkanstalt in Auftrag gegeben. Dabei sollen auch die damaligen Eigentumsverhältnisse untersucht werden. Der Sender will nach eigenen Angaben seine Geschichte und die Gründungsphase umfassend, transparent und verantwortungsvoll aufarbeiten.

 

 

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