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Newsroom – Jeanne Wellnitz

Karriere, Vertrauen, Sichtbarkeit: Warum sich Personal Branding für Journalisten auszahlt

Karriere, Vertrauen, Sichtbarkeit: Warum sich Personal Branding für Journalisten auszahlt Lea Thies (Foto: Martin Augsburger)

Nachwuchsjournalisten sollten sich früh mit ihrer Sichtbarkeit beschäftigen: Personal Branding stärkt Vertrauen, Karrierechancen – und den Journalismus insgesamt, sagt Ausbilderin Lea Thies im „medium magazin“-Interview.

München– Personal Branding ist für viele angehende Journalistinnen und Journalisten noch immer mit Skepsis verbunden. Zu groß ist die Sorge, sich selbst zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Doch genau dieses Verständnis greift laut Ausbilderin und Redakteurin bei der „Augsburger Allgemeinen“, Lea Thies zu kurz. Eine sichtbare journalistische Persönlichkeit auf Social Media sei kein Ego-Projekt, sondern ein „Vertrauensangebot“.

 

Einer der zentralen Punkte des „medium magazin“-Interviews: Personal Branding kann helfen, Vertrauen in den Journalismus zurückzugewinnen. Indem Journalistinnen und Journalisten Einblicke in ihre Arbeit geben, Recherchewege erklären und transparent machen, wie Geschichten entstehen, werde Journalismus greifbarer. Gerade in Zeiten von Desinformation sei das ein entscheidender Faktor – auch für jene Redaktionen, die selbst nicht aktiv auf Social Media sind.

 

Zugleich hat die eigene Personenmarke handfeste Vorteile für die Karriere. Thies empfiehlt insbesondere Volontärinnen und Volontären, sich frühzeitig mit Social Media auseinanderzusetzen. Wer sichtbar ist, werde eher wahrgenommen – auch von potenziellen Arbeitgebern. Dabei gehe es weniger um Reichweite als um Authentizität und Klarheit in den eigenen Themen.

 

Dritter zentraler Aspekt: Der Einstieg muss weder perfekt noch sofort erfolgen. Viele Nachwuchsjournalisten kämpfen zunächst mit inneren Widerständen, dem von Thies beschriebenen „Cringe Mountain“. Ihr Rat: langsam anfangen, beobachten und lernen. Personenmarken entstünden nicht über Nacht. Entscheidend sei, dass die Motivation echt ist – sonst wirke der Auftritt schnell unglaubwürdig.

 

Zum ganzen Interview

 

 

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