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Newsroom – Georg Taitl

Studie warnt vor Verlust journalistischer Arbeitsplätze bis 2035

Internationale Tech-Konzerne und künstliche Intelligenz könnten die deutsche Medienbranche weiter unter Druck setzen. Ein neues Gutachten zeichnet vier mögliche Zukunftsszenarien – und warnt vor einem Rückgang der Medienvielfalt und dem Verlust journalistischer Arbeitsplätze.

Frankfurt – Die wirtschaftliche Lage deutscher Medienunternehmen könnte sich bis 2035 deutlich verschärfen. Besonders private Medienanbieter geraten durch internationale Technologieplattformen und KI-Anwendungen zunehmend unter Druck. In mehreren Zukunftsszenarien drohen der Verlust journalistischer Arbeitsplätze, weniger eigenständig produzierte Inhalte und eine abnehmende Medienvielfalt.

 

Zu diesem Ergebnis kommt das Gutachten „Der deutsche Medienmarkt 2035“, das die Medienökonomen Christian Zabel von der TH Köln und Ulrike Rohn von der Tallinn University im Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio erstellt haben. Die Studie wurde am 22. Oktober bei den Medientagen München vorgestellt.

 

Grundlage sind Interviews mit Vertretern von Medienhäusern, Produktionsunternehmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen zu 51 Zukunftstrends. Daraus entwickelten die Wissenschaftler vier Szenarien für die deutsche Medienbranche. In allen erwarten sie grundlegende Veränderungen.

„Alle Szenarien setzen das deutsche Medienökosystem teilweise extrem unter Druck. Medienvielfalt und journalistische Arbeitsplätze gehen verloren, weniger Inhalte ‚Made in Germany‘ entstehen“, warnt Studienautorin Ulrike Rohn. Das habe nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Folgen.

 

Wie journalistische Arbeitsplätze gesichert werden könnten
Nach Einschätzung der Wissenschaftler gibt es wenig Anzeichen dafür, dass sich die Situation ohne politische Maßnahmen verbessert. Internationale Plattformen könnten bis 2035 weiter an wirtschaftlicher und publizistischer Macht gewinnen und nationale Medienanbieter teilweise in ihrer Existenz bedrohen.

 

Als Gegenmaßnahmen nennt das Gutachten eine wirksamere Regulierung globaler Plattformen, bessere digitale Rahmenbedingungen und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Medien. ARD, ZDF und Deutschlandradio könnten dabei nach Einschätzung der Autoren als Auftraggeber, Kooperationspartner und Anbieter gemeinsamer technischer Infrastruktur zur Stabilisierung des Medienmarktes beitragen.

 

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