Vermischtes
Newsroom – Marc Bartl

Vom Anspruch, die Welt besser zu machen: Warum die „Stuttgarter Zeitung“ noch ein neues Männermagazin startet

Vom Anspruch, die Welt besser zu machen: Warum die „Stuttgarter Zeitung“ noch ein neues Männermagazin startet José Redondo-Vega (Foto: Taos/Petra Rühle)

Am 19. April geht der Männer-Titel „MENsch“ aus dem Hause SWMH an den Start. Er liegt der „Stuttgarter Zeitung“ bei. Dahinter steckt ein bekannter Magazin-Gründer.

Stuttgarter – Die entsprechenden Media-Unterlagen für die opulente Neu-Entwicklung, mit der das Stuttgarter Verlagshaus seine Magazin-Offensive fortsetzt, kursieren bereits in der Branche. „MENsch“ ist das dann pro Jahr gerechnet mittlerweile achte Beilagen-Magazin und kommt wenige Tage, bevor im Mai das mehrfach preisgekrönte „Stuttgarter Zeitung Magazin“ sein fünfjähriges Bestehen feiert.

 

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören ist, soll „MENsch“ zunächst einmal im Jahr erscheinen. Der Neustart, angelegt im überformatigen, auffälligen „Focus Style“-Format, erhält über die beiden Zeitungen eine große Reichweite. Die Verbreitung von „Stuttgarter Zeitung“ beträgt aktuell laut IVW rund 170.000 Exemplare.

 

Im Verlag der Stuttgarter Zeitung, der zur Mediengruppe Süd und damit auch zur SWMH gehört, erscheinen bislang vier Mal im Jahr das „Stuttgarter Zeitung Magazin“, zwei Mal das Magazin „Triple A“ sowie einmal jährlich das Uhrenmagazin „Lifetime“. Dazu soll nun die neue achte Beilage kommen.

 

Nach kress.de-Infos wurde „MENsch“ – wie zuvor schon unter anderem das „Stuttgarter Zeitung Magazin“ und „Triple A“ – von José Redondo-Vega entwickelt. In den Media-Unterlagen zum Neustart spricht er von einer „neuen Art von Männlichkeit“: „Von einer Vision, wie sie zeitgemäßer nicht sein könnte: dem großen Blick nach vorn, der sich nicht in alte Stilideale und Sicherheiten zurückträumt. Sondern der angesichts großer Umbrüche nach Möglichkeiten sucht, die Welt besser zu machen, für alle.“

 

„MENsch“ soll "neue Produkte und Ideen aus Luxus und Styling, der digitalen Welt und der analogen Kultur" thematisieren, heißt es in den Werbeunterlagen. Geplant sind offenbar Reportagen, ein Nutzwert-Guide sowie Gastbeiträge. Vermarkter des Titels ist die Südwest Media Network GmbH, die Anzeigen-Verantwortung liegt bei Malte Busato.

 

Zur Person
José Redondo-Vega, mittlerweile Allein-Inhaber der Münchner Agentur Taos, war zwischen 2000 und 2002 „kressreport“-Chefredakteur, bevor er zu Condé Nast wechselte. Dort war er bis 2017 mit siebeneinhalb Jahren Amtszeit langgedienter Chefredakteur der deutschen Ausgabe von GQ. In dieser Zeit wurde das 360-Grad-Markenkonzept gestartet, außerdem in Berlin die aufwendig inszenierte „Männer des Jahres“-Gala. Als Magazin-Gründer brachte Redondo-Vega für Burda den „Focus“-Ableger „Focus Style“ an den Start, dessen Konzept mittlerweile verändert wurde. Das erste „Stuttgarter Zeitung Magazin“ kam 2019 auf den Markt.