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Sichtbar werden: In 5 Schritten zur Personal Brand

Sichtbar werden: In 5 Schritten zur Personal Brand Jeanne Wellnitz (Foto: Rudolf Wichert)

Personal Branding gehört inzwischen zum Berufsalltag von Journalistinnen und Journalisten. Doch wie gelingt der Aufbau einer eigenen Marke, ohne in bloße Selbstdarstellung abzurutschen? Jeanne Wellnitz zeigt die fünf wichtigsten Tipps.

Berlin – Die Veröffentlichung eines Artikels ist heute oft nicht mehr das Ende journalistischer Arbeit, sondern der Beginn des Austauschs mit dem Publikum. In Zeiten von Social Media, Newslettern und Plattformen gewinnt deshalb die persönliche Sichtbarkeit von Journalistinnen und Journalisten zunehmend an Bedeutung. Im aktuellen „medium magazin“ beleuchtet Jeanne Wellnitz, warum Personal Branding längst Teil des Berufs geworden ist, welche Herausforderungen unterschiedliche Generationen dabei erleben und weshalb Expertinnen dazu raten, die eigene öffentliche Präsenz bewusst zu gestalten. Diese fünf Tipps helfen, die Scheu vor der eigenen Sichtbarkeit abzulegen:

 

Schritt 1: Verstehen, was eine Personenmarke ist
Eine Personenmarke ist das, was bei anderen hängen bleibt, sobald sie sich mit einer Person und ihrer Arbeit beschäftigen. Eine Marke ist also die Summe der Erfahrungen, die Menschen mit dir machen – inklusive der Gefühle, die dabei entstehen. Sie ist keine Selbstdarstellung nach dem Motto: Ich poste etwas und werde sichtbar. „Was viele mit Personal Brand verwechseln, ist Selbstdarstellung, eine Show. Darum geht es gar nicht“, sagt Bender.
Worum es geht:

1. Die Community lernt etwas durch deine Inhalte.
2. Auftraggeber sehen, was du kannst.
3. Dein Netzwerk wächst.
4. Menschen erfahren, wie Journalismus funktioniert.
Eine Personal Brand ist also viel mehr, als Content zu posten. Im Grunde sei eine journalistische Personenmarke ein Vertrauensangebot, sagt Lea Thies, Leiterin der Günter-Holland-Journalistenschule der „Augsburger Allgemeinen“.
Tipp für alte Hasen: Mach ein persönliches Reputations-Audit: Wofür wirst du seit Jahren angefragt und gelobt? Welche Themen bearbeitest du oft? Welche Formate liegen dir? Das ist dein Markenkern.
Tipp für Newcomer: Frag Mentorinnen, Mentoren und Kolleginnen und Kollegen aus Praktikum, Volontariat oder Uni: „Welche Eigenschaften verbindest du mit mir beruflich? Worin liegen meine Stärken und Potenziale?“ Frage dich selbst: Worin gehe ich auf? Was geht mir leicht von der Hand? Das könnte dein Markenkern werden.


Schritt 2: So früh wie möglich anfangen und das Netzwerk aufbauen
Netzwerken gehöre zum Personal Branding dazu, sagt Verena Bender. Das bedeutet vor allem, die Postings anderer zu kommentieren. „Ich empfehle, von der Social-Zeit 50 Prozent auf Kommentare und 50 Prozent auf eigenen Content aufzuwenden“, sagt sie. Außerdem sollte man die Arbeit von Vorbildern aus anderen Redaktionen verfolgen.
Tipp für alte Hasen: Formuliere einen klaren Profiltext, mache deutlich, für welche Themen du stehst, und zeige deine Referenzen prominent. Kommentiere die Beiträge anderer Journalisten und Themenexpertinnen und -experten aus deiner Community, um deine Präsenz auszubauen.
Tipp für Newcomer: Du vernetzt dich bei jeder Station, die du durchläufst – Praktikum, Hospitanz, Volontariat –, mit den Menschen, mit denen du zusammenarbeitest. Kommentiere deren Arbeit öffentlich, melde dich mit Direktnachrichten. Kommentiere die Arbeit von Kolleginnen und Kollegen aus Redaktionen, zu denen du einmal gehören möchtest.

 

Schritt 3: Sich zeigen, aber auch Grenzen festlegen

Schritt 4: Nische finden und Kanal wähle

Schritt 5: Dranbleiben und die Marke wachsen lassen

Zu den Tipps im Detail

 

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