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ARD/ZDF-Jugendangebot Funk plant für mögliches Social-Media-Verbot

Heute stellt eine Expertenkommission der Bundesregierung ihre Empfehlungen für ein Verbot Sozialer Medien vor. Beim ARD/ZDF-Jugendangebot Funk könnte das die Kernzielgruppe betreffen – doch man bereitet sich vor.

Mainz (KNA) – Das öffentlich-rechtliche Jugendangebot Funk bereitet sich auf ein mögliches Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren vor. Das sagte Programmgeschäftsführer Philipp Schild auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). „Wir versuchen, uns möglichst gut aufzustellen für den Fall, dass so eine Regulierung kommt“, so Schild.


Funk verbreitet seine Inhalte, die sich vor allem an die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen richten, vor allem über große Online-Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube. Ziel ist, jüngere Zielgruppen dort mit öffentlich-rechtlichen Qualitätsinhalten zu versorgen, wo sie ohnehin ihre Zeit im Netz verbringen.


Seit einigen Monaten wird in Deutschland diskutiert, ob diese Sozialen Medien für Jugendliche verboten werden sollen. Am Mittwoch stellt eine Expertenkommission der Bundesregierung ihre Empfehlungen dazu vor.


Zusammenarbeit mit KiKA?
Von einem Verbot für unter 16-Jährige könnte also auch ein Teil der Kernzielgruppe von Funk betroffen sein. Deshalb prüfe man, wie man die Inhalte verfügbar halten könnte, so Schild: „Wir überlegen zum Beispiel gerade zusammen mit KiKA, ob Funk-Inhalte, die für 14- bis 16-Jährige gedacht sind, auch über die KiKA-App ausgespielt werden können.“


Auch mit gemeinwohlorientierten Alternativen im Bereich Social Media, die ohne suchtfördernde Algorithmen auskommen und besseren Jugendschutz ermöglichen könnten, verbindet Schild Hoffnung. Seit vergangener Woche ist das Medienhaus zum Beispiel im nicht kommerziellen Social-Media-Angebot Fediverse aktiv, zu dem zum Beispiel der Kurznachrichtendienst Mastodon oder die Videoplattform PeerTube gehören.


Ob ein Verbot sinnvoll ist, möchte Schild nicht bewerten: „Das muss die Medienpolitik entscheiden. Ich halte es für richtig, da genau hinzugucken. Man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn Menschen negative Auswirkungen durch die Nutzung von Social Media haben.“ Gleichzeitig sei Funk der Überzeugung, dass Social Media für eine demokratische Gesellschaft ein wichtiger Faktor sei und man sich gut überlegen müsse, ob man Menschen die Teilnahme an Diskursen wirklich verwehren könne.

 

 

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