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Newsroom – Georg Taitl

Journalisten-Werkstatt: Der Weg zum gelungenen Videopodcast

Journalisten-Werkstatt: Der Weg zum gelungenen Videopodcast (ILLU: ANNETTE MILZ@YOU.COM)

Videopodcasts stellen neue Anforderungen an Moderatorinnen und Moderatoren. Die Journalisten-Werkstatt „Podcasten mit Video“ zeigt, worauf es vor der Kamera ankommt – von Blickkontakt und Körpersprache bis zu Licht, Kleidung und Auftreten. 9. Tipps.

Berlin – Podcasts werden zunehmend auch als Videoformate produziert und über Plattformen wie YouTube oder Spotify verbreitet. Damit ändern sich die Anforderungen an Konzeption, Moderation und Produktion. In der Journalisten-Werkstatt „Podcasten mit Video“ zeigen die Hörfunkjournalistin, Mentorin und Podcast-Trainerin Brigitte Hagedorn sowie der TV-Journalist und Dozent Heiner Jans, worauf es beim Schritt vom reinen Audio- zum Video-Podcast ankommt. Worauf es beim Schritt vom reinen Audio- zum Video-Podcast ankommt – und wie Moderatorinnen und Moderatoren vor der Kamera professionell auftreten. Neun Tipps:

 

Mit dem Videopodcast wird aus der vertrauten Stimme eine sichtbare Persönlichkeit. Dadurch gewinnen Körpersprache, Blickkontakt und Auftreten an Bedeutung. Journalistische Podcaster bringen mit Gesprächsführung und Moderation bereits wichtige Voraussetzungen mit. Anfangsnervosität vor der Kamera ist normal – entscheidend sind weniger Perfektion als Glaubwürdigkeit, Persönlichkeit und professionelles Auftreten.

 

1. Kämpfe nicht gegen die Kamera: Wer jede Bewegung kontrollieren will, wirkt schnell verkrampft. Natürlichkeit entsteht meist dann, wenn der Fokus wieder auf dem Gespräch, dem Gegenüber, liegt.


2. Setze den Blick bewusst ein: Der Blick entscheidet über Nähe. Wer direkt in die Kamera spricht, baut Verbindung zum Publikum auf.


3. Mache das Zuhören sichtbar: Im Videopodcast muss Aufmerksamkeit erkennbar sein – durch Blickkontakt zum Gesprächspartner, Körperhaltung und kleine Reaktionen wie Lächeln.


4. Reduziere deine Gestik: Vor der Kamera wirken Bewegungen stärker. Ruhige Gestik wirkt souveräner als hektische Aktivität.


5. Nimm das Licht ernst: Gutes Licht entscheidet oft stärker über Professionalität als die Kamera selbst.


6. Behalte deinen eigenen Stil: Viele versuchen plötzlich, „fernsehmäßig“ zu wirken. Meist funktioniert Authentizität besser als Inszenierung.


7. Akzeptiere die ersten Folgen als Lernphase: Kamerasicherheit entsteht durch Erfahrung, nicht durch Perfektion.


8. Nimm das Gespräch wichtiger als die Selbstbeobachtung: Wer ständig überprüft, wie er wirkt, verliert Spontaneität. Gute Moderation entsteht aus echtem Interesse am Gegenüber.


9. Achte auf die Botschaft deines Erscheinungsbildes: Auch Kleidung, Make-up oder Schmuck von Moderator/Moderatorin und Gästen tragen entscheidend zum Gesamteindruck bei. Grundsätzlich gilt bei …
Kleidung: Gut ist eine unifarbene, ruhige Kleidung. Kritisch sind Muster, Logos, reinweiße Kleidung und stark reflektierende Stoffe. Wichtig: Kleidung sollte sich vom Hintergrund abheben und für Mikrofone geeignet sein (kein Rascheln).
Make-up: Hochauflösende Kameras machen Rötungen und Hautirritationen unerbittlich sichtbar, und Studiolicht lässt die Haut glänzen. Problemlösung: Leichtes Mattieren reduziert den Glanz, verdeckt Rötungen, Hautirritationen etc. und sorgt für ein ruhigeres Bild.
Brillen: Wenn Brillengläser zu stark spiegeln, probieren Sie kleine Positionsänderungen der Brille oder des Lichtes aus. Das hilft meistens. Vermeiden Sie aber unbedingt selbsttönende Gläser (wirken vor der Kamera zu dunkel).
Details: Setzen Sie Schmuck und Accessoires zurückhaltend ein, um Reflexionen und ungewollte Geräusche zu vermeiden.

 

Podcasten mit Video

  • Der Trend zum Video
  • Das Datenmengen-Problem
  • Technische Grundlagen
  • Die Postproduktion
  • Achtung, Aufnahme
  • Learnings aus der Praxis

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