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Mediengewerkschaft ruft erneut zu Warnstreik beim WDR auf – Kundgebung am Mausdenkmal

Die Mediengewerkschaft VRFF hat vor der nächsten Tarifrunde beim WDR zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind festgefahrene Verhandlungen über Gehaltssteigerungen.

Köln – Vor der fünften Tarifverhandlungsrunde mit dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) hat die Mediengewerkschaft VRFF für heute, Montag, zu einem erneuten 24-stündigen Warnstreik aufgerufen.


Nach Angaben der Gewerkschaft ist die vierte Verhandlungsrunde Ende April ohne Ergebnis geblieben. Die VRFF kritisiert, dass die Geschäftsleitung bislang weder eine höhere prozentuale Gehaltssteigerung angekündigt noch auf weitere Forderungen der Arbeitnehmervertretung reagiert habe. Derzeit liege ein Angebot vor, das für das Jahr 2026 keine Gehaltserhöhung vorsieht. Ab Januar 2027 und Januar 2028 sollen die Gehälter jeweils um ein Prozent steigen. Die Laufzeit des Tarifvertrags würde knapp drei Jahre betragen.


Die Gewerkschaft hält das Angebot angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten und der erwarteten Inflation für unzureichend. VRFF-Verhandlungsführer Matthias Kopatz verwies darauf, dass selbst die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) Personalkostensteigerungen von 2,46 Prozent für angemessen halte.


Kritik übt die VRFF zudem an der Finanzplanung des Senders. Die Gewerkschaft verweist auf Investitionen in den digitalen Wandel, die Informationsstrategie sowie in Immobilien und technische Ausstattung. Gleichzeitig sei das Tarifangebot aus Sicht der Arbeitnehmervertretung nicht nachvollziehbar. Auch die laufenden Einsparmaßnahmen, darunter die Reduzierung des Programmangebots, änderten nach Auffassung der VRFF nichts an dieser Einschätzung.


Die nächste Verhandlungsrunde zwischen WDR und VRFF ist für den 9. Juni 2026 angesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft hat der WDR für diesen Termin Gespräche ohne festgelegtes Ende vorgesehen und strebt einen Abschluss an. Während des Warnstreiks ist von 9 bis etwa 14 Uhr eine Kundgebung am Mausdenkmal vor dem Vierscheibenhaus des WDR in Köln geplant.

 

 

 

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