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„Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ korrigiert Autorenliste deutlich nach unten

Nach Hinweisen auf fehlerhafte Zuordnungen hat die OAZ die Zahl der auf ihrer Website gelisteten Autoren von 315 auf 30 reduziert. Betroffene Journalisten hatten zuvor eine unrechtmäßige Verwendung ihrer Namen kritisiert.

Berlin – Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ (OAZ) des Verlegers Holger Friedrich hat die Zahl der auf ihrer Website gelisteten Autoren deutlich nach unten korrigiert. Am Morgen des 1. Juni waren unter „Redaktion“ noch 315 Personen aufgeführt – kurz darauf waren es nur noch 30. Dies berichtet Jochen Zenthöfer in der FAZ.

 

Mehrere Journalisten hatten sich zuvor öffentlich gemeldet, weil sie auf der OAZ-Website als Autoren gelistet waren, obwohl sie nie für das im Jahr 2026 gegründete Magazin geschrieben hatten. Darunter die Journalistin Miray Caliskan, die bis 2022 für die Berliner Zeitung tätig war, die ebenfalls im Friedrich-Verlag erscheint. „Hier werden die Namen etablierter Journalistinnen und Journalisten ungefragt genutzt, um den eigenen Inhalten einen seriösen Anstrich zu verpassen“, schrieb sie auf LinkedIn. Auch der freie Investigativjournalist Martin Rücker distanzierte sich via LinkedIn – und gegenüber der FAZ: Er habe seine Zusammenarbeit mit der Berliner Zeitung bereits am 1. Dezember 2025 beendet – also vor der Erstausgabe der OAZ.

 

Auf Anfrage der FAZ erklärte die OAZ um Verleger Holger Friedrich, ein Fehler im Mandantenmanagement des Content-Management-Systems sei die Ursache. Dadurch seien Autorenprofile und Beiträge „teilweise falsch zugeordnet oder angezeigt“ worden. Die technische Bereinigung sei unmittelbar eingeleitet worden. Rücker selbst schloss eine bewusste Entscheidung des Verlags aus: „Die Redaktionssysteme von Berliner Zeitung und OAZ scheinen technisch miteinander verknüpft zu sein.“

 

 

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