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Wenn Redaktionen Freie beklauen: Wie sich Journalistinnen und Journalisten schützen können

Wenn Redaktionen Freie beklauen: Wie sich Journalistinnen und Journalisten schützen können Elisa Kautzky (Foto: privat)

Thema gepitcht, abgelehnt – kurze Zeit später erscheint die gleiche Geschichte. Zufall oder Themenklau? Was im Verdachtsfall hilft: 5 Tipps von Elisa Kautzky.

Berlin – Elisa Kautzky schreibt im „medium magazin“ über ein heikles Thema im Journalismus: den mutmaßlichen Themenklau. Freie Journalistinnen und Journalisten erleben immer wieder, dass abgelehnte Themenvorschläge später in ähnlicher Form von Redaktionen veröffentlicht werden. Nachweisen lässt sich das meist nur schwer.

 

Kautzky verweist auf den wirtschaftlichen Druck in Redaktionen und schildert den Fall der freien Journalistin Lara Voelter, die eine solche Erfahrung gemacht haben will. Kautzky zeigt, warum das Problem besonders Freie trifft, und gibt praktische Tipps, wie sich das Risiko von Themenklau verringern lässt.

 

Tipp 1: Geteiltes Leid, halbes Leid
Themenklau funktioniert meist im Stillen. Deshalb empfiehlt es sich, sich über Netzwerke zu organisieren und auszutauschen. Denn wer Verdachtsfälle teilt, schützt nicht nur sich selbst, sondern warnt auch andere Kolleg:innen. Der Berufsverband Freischreiber zum Beispiel bietet mit seinem digitalen Vereinsheim so einen Ort zum Austausch. Hannah El Hitami aus dem Freischreiber-Vorstand, in dem ich auch bin, rät: „Sprecht darüber. Tauscht euch aus, verbündet euch. So steht ihr im Fall von Themenklau nicht allein da und könnt gemeinsam auf Redaktionen zugehen.“

 

Auch Lara Voelter suchte Rat in der Community. „Ich glaube, sie haben mir einfach das Thema geklaut. Wie würdet ihr euch verhalten?“ Die Reaktion: Zuspruch, Erfahrungsberichte, aber vor allem wütende Emojis mit explodierenden Köpfen. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

 

Tipp 2: Bleib vage
Basics first: Pitches möglichst schriftlich. Ja, Telefonieren ist netter, aber per Mail kannst du im Zweifel nachweisen, dass und wann du das Thema angeboten hast.

 

Gerade bei neuen Redaktionen kann es zudem sinnvoll sein, im Pitch vage zu bleiben. Lara Voelter: „Falls mehrere Kolleginnen und Kollegen bereits den Eindruck hatten, dass Themen oder Protagonisten bei dieser Redaktion geklaut werden, würde ich vorsichtig sein und in meinen Pitches nicht zu viel preisgeben.“

 

Heißt konkret: Namen von Organisationen oder Protagonisten zunächst weglassen, das Thema nicht zu detailliert ausführen und erst bei einer Zusage mehr preisgeben. Das gilt insbesondere bei Personen oder Projekten, die bekannter sind und theoretisch jeder anfragen könnte.

 

Das Problem: Gute Pitches leben oft von Details und konkreten Namen. Es bleibt also eine Gratwanderung zwischen: Wie verkaufe ich mein Thema und wie verhindere ich, dass es mir geklaut wird?

 

Tipp 3: Protagonisten einweihen

Tipp 4: Redaktion konfrontieren

Tipp 5: Mit Humor

Zu den Tipps im Detail

 


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