Journalistenpreise
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Preis für Lokaljournalismus - "Zeitungen müssen vom Leser her denken"

Für hervorragenden Lokaljournalismus werden der Bonner "General-Anzeiger", die "Mittelbayerische Zeitung" und die "Westfälische Rundschau" ausgezeichnet.

Bonn (dpa) - Zeitungen können nach Ansicht der Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihrer Nähe zu den Lesern den Abwärtstrend bei den Auflagen stoppen und umkehren. "Es war in der Vergangenheit in den meisten Redaktionen nicht üblich, die Zeitung vom Leser her zu denken. Heute ist es unmöglich, das nicht zu tun", sagte Hans-Gert Pöttering (CDU), Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung, am Montag in Bonn bei der Vergabe des Lokaljournalistenpreises.

Für hervorragenden Lokaljournalismus werden der Bonner "General-Anzeiger", die "Mittelbayerische Zeitung" und die "Westfälische Rundschau" ausgezeichnet. Sie erhalten im früheren Bundestagsplenarsaal in Bonn den Lokaljournalistenpreis, der von der Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben wird. Der "General-Anzeiger" überzeugte mit seinem Konzept einer Familienzeitung und bekam den ersten Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist.

Den zweiten Preis teilen sich die "Mittelbayerische Zeitung" für ihre Themenwochen und die "Westfälische Rundschau" für ihre Themenpräsentation. Außerdem gibt es neun weitere Preisträger in einzelnen Kategorien wie Geschichte, Service oder Reportage. Für den Preis, der seit 1980 verliehen wird, waren 588 Bewerbungen eingereicht worden.

Die Festrede hielt Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Er plädierte dafür, Schnelligkeit nicht über Gründlichkeit und Unterhaltung nicht über Information zu stellen.