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Trauer um Dietmar Schott – WDR-Sportjournalist mit 88 Jahren gestorben

Trauer um Dietmar Schott – WDR-Sportjournalist mit 88 Jahren gestorben Dietmar Schott (Foto: WDR/Bernd Michael Maurer)

Der langjährige Reporter und Moderator prägte den Sporthörfunk über Jahrzehnte mit und gilt als Miterfinder der ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz.

Köln – Der ehemalige WDR-Sportchef, Reporter und Moderator Dietmar Schott ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk mit. Schott arbeitete von 1962 bis 2002 für den WDR und gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Stimmen des Sportjournalismus im Hörfunk.

 

Bekannt wurde Schott insbesondere als Moderator der Radiosendung „Sport und Musik“. Deren zentrales Element, die ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz, entwickelte er mit. WDR-Intendantin Katrin Vernau würdigte ihn als „Hörfunk-Legende“ und hob seine Verbindung aus Leidenschaft und journalistischer Objektivität hervor.

 

Schott wurde 1937 in Köln geboren und wuchs in Hamburg auf. Dort gründete er die Zeitschrift „Der Jazzer“ und arbeitete zunächst freiberuflich für den NDR. 1962 kehrte er nach Köln zurück und begann als Sportredakteur beim WDR.

 

Im Laufe seiner Karriere moderierte Schott mehr als 2.000 Hörfunksendungen und war zudem mehrere Jahre im WDR-Fernsehen tätig. Er berichtete unter anderem 32-mal vom Trabrennen „Prix d’Amerique“, 25-mal vom Deutschen Derby sowie von elf Olympischen Spielen. Die Fußball-Bundesliga begleitete er seit deren Gründung und bezeichnete sich selbst als „Kind der Bundesliga“.

 

1988 übernahm Schott die Leitung der WDR-Sportredaktion als Nachfolger von Kurt Brumme. Für seine Reportagen erhielt er unter anderem den Herbert-Zimmermann-Preis sowie einen internationalen „Weltpreis“ in Neuseeland. Auch nach seinem Ruhestand 2002 blieb er journalistisch aktiv. 2008 veröffentlichte er das Buch „Ich danke Sie!“ über den Fußballer Willi „Ente“ Lippens.

 

 

 

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