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KNA

Axel Springer darf „Daily Telegraph“ übernehmen

Der Springer-Konzern ist auf der Zielgeraden, das Blatt für rund 660 Millionen Euro zu übernehmen. Springer-Chef Döpfner kündigt Investitionen in den digitalen und internationalen Ausbau an.

London/Berlin (KNA) Der deutsche Medienkonzern Axel Springer kann die britische Zeitung „Daily Telegraph“ übernehmen. Man habe eine entsprechende Freigabe des zuständigen Departments for Culture, Media and Sport (DCMS) der britischen Regierung erhalten, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Damit sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Abschluss der Transaktion erreicht.

 

Zum Verlag des konservativen „Telegraph“ gehören auch die Sonntagszeitung „The Sunday Telegraph“ und die Digitalplattform telegraph.co.uk. Der Kaufpreis liegt bei umgerechnet rund 660 Millionen Euro. Der Deal soll nach Angaben von Axel Springer im zweiten Quartal 2026 abgewickelt werden, noch steht das Geschäft unter dem regulatorischen Vorbehalt irischer und österreichischer Behörden.

 

Investitionen in Redaktion

Springer kündigte an, in die journalistischen Kapazitäten, die digitale Infrastruktur sowie eine internationale Expansion des „Telegraph“ investieren zu wollen. Dies werde bei „uneingeschränkter Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit und Integrität“ der Redaktionen geschehen.

 

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner sagte, nach einer langen Phase der Unsicherheit für die „Telegraph“-Mitarbeitenden sei es Springer „ein wichtiges Anliegen, deutlich zu machen: Wir werden in die journalistische Exzellenz und das internationale Wachstum des Telegraph investieren.“

 

Der von seinen Vorbesitzern, den Gebrüdern Barclay, als Kreditsicherheit an eine Bank verpfändete Verlag stand in den vergangenen Jahren mehrfach vor dem Verkauf an internationale Investoren. Die Übernahme war aber stets durch angekündigte Auflagen oder Überprüfungen der britischen Regierung vereitelt worden.

 

 

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