Vermischtes
Newsroom – Markus Trantow

SWR plant umfassenden Umbau der Struktur

Intendant Kai Gniffke kündigt größten Einschnitt seit der Fusion von SDR und SWF an.

Stuttgart – Der SWR plant massive Einsparungen bei seiner Führungsstruktur und im Programm, berichtet die „Stuttgarter Zeitung“. Kai Gniffke wolle vor allem regionale Doppelstrukturen abbauen. Der Intendant spreche vom größten Umbau seit der Fusion von SDR und SWF im Jahr 1998. Demnach reduziert der Sender ab 2027 seine Direktionen von acht auf sechs. Konkret verlassen Stefanie Schneider und Jan Büttner den Sender vorzeitig zum Jahresende – wie es heißt, ohne Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen. Die Radiowellen SWR4 Baden-Württemberg und SWR4 Rheinland-Pfalz sollen zusammengeführt werden, mehrere lineare Sendungen sind bereits gestrichen, darunter „Meister des Alltags“ und die „Mathias-Richling-Show“. Parallel vergebe der Sender mehr Produktionsaufträge an externe Firmen.

 

Laut „Stuttgarter Zeitung“ sorgen die Pläne für Unruhe im Sender. Mitarbeitende fürchten, dass im Zuge der Streichung der Direktionen auch Führungs- und Koordinierungspositionen in zweiter und dritter Ebene wegfallen. Zudem befürchteten sie den Abfluss journalistischer Jobs zugunsten der Verwaltung. Die Gewerkschaft DJV begrüßt die Sender-Reform indes als „gutes Zeichen“ – man begleite den Prozess. Der Sender teilt mit, dass über den geplanten Stellenabbau von 0,5 Prozent pro Jahr keine weiteren Jobstreichungen geplant seien.

 

 

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