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Print vom 26.05.2010

Das Burda-Flaggschiff "Focus" muss sparen

Mitarbeiter erhalten Abfindungsangebot.

München - Unruhe bei "Focus": Der einst als "spektakulärste Neugründung" gefeierte Titel muss sich verschlanken. Blattgründer Helmut Markwort bereitet einen Abfindungsplan für die Mitarbeiter des Focus Magazin Verlags vor. In einigen Wochen soll dieser Plan vorliegen. Das berichtet "Werben & Verkaufen".

Die Verschlankung des Teams wird kein leichtes Unterfangen, denn viele der beim Verlag Beschäftigten sind seit dem Start vor über 17 Jahren dabei. Sollten allerdings zu wenige von dem Angebot Gebrauch machen, dürfte es bei "Focus" erstmals zu einem kräftigen Stellenabbau kommen.

Dass "Focus" seit vergangenem Jahr rote Zahlen schreibt, wurde vom Verlag stets dementiert. Doch bereits Anfang des Jahres kündigte Chefredakteur Uli Baur an: "Nach dem Relaunch werden wir um einen Stellenabbau wohl nicht herumkommen." Besonders bitter für die Münchner: Der Konkurrenztitel "Spiegel" erholt sich im Anzeigengeschäft bereits wieder und konnte laut Anzeigenstatistik ZAS in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 knapp sieben Prozent brutto zulegen. "Focus" hat dagegen knapp drei Prozent im Vorjahresvergleich verloren.

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