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Melanie Amann über Ben Berndt: „Sonst wäre da nur der Hintern vom Höcke gewesen“

Melanie Amann über Ben Berndt: „Sonst wäre da nur der Hintern vom Höcke gewesen“ Melanie Amann (Foto: Funke)

Im Interview mit dem „medium magazin“ spricht die Funke-Chefredakteurin über die ersten Folgen ihres Podcasts „Amann Unframed“, ihre Gesprächsstrategie mit Ben Berndt und Harald Martenstein sowie ihre Pläne bei der Funke Mediengruppe.

Berlin – Wenn ich mich nicht auf diesen Stuhl gesetzt hätte, wäre da nur der Hintern vom Höcke gewesen und sein Gequassel wäre unwidersprochen geblieben.“ Mit diesen Worten erklärt Melanie Amann im Interview mit Senta Krasser vom „medium magazin“, warum sie für die erste Folge ihres Podcasts „Amann Unframed“ ausgerechnet Ben Berndt einlud – den Podcaster, der kurz zuvor Björn Höcke vier Stunden lang quasseln ließ.


Amann räumt ein, dass sie für ihre Verhältnisse relativ freundlich war – und erklärt das mit den Bedingungen, unter denen das Gespräch stattfand: Berndt bestand darauf, dass es in seinem Studio aufgenommen wird und er nicht nur ihr Gast ist, sondern sie auch seiner. „Es erklärt vielleicht auch, warum ich nicht so konfrontativ war, wie ich es vielleicht in meinem eigenen Studio gewesen wäre“, sagt sie. Ihre Erkenntnis: Dosiertes Widersprechen sei der richtige Weg, blutiger Kampf erzeuge Abstoßungsreaktionen.


Zum zweiten Gast Harald Martenstein erklärt Amann ebenfalls selbstkritisch: „Vielleicht war ich bei Martenstein zu offensiv und hätte ihn im Nachhinein noch mehr ausreden lassen sollen.“ Dennoch kündigt sie an, gemeinsam mit Martenstein zum AfD-Parteitag zu fahren und zu berichten – „wie Statler und Waldorf bei den Muppets“.


Amann ist seit Januar 2026 Chefredakteurin Digital in der Berliner Zentralredaktion der Funke Mediengruppe. Sie kam vom „Spiegel“. Zur Funke-Digitalstrategie sagt Amann, dass eine öffentliche Verkündung ihrer Pläne „nicht mehr lange“ auf sich warten lasse. Details nennt sie nicht. Ihr Podcast „Amann Unframed“ sei Teil der Digitaloffensive von Funke.


Im vollständigen Interview im m„edium magazin“ spricht Amann außerdem über ihren Abgang beim Spiegel – und räumt auf mit Gerüchten über „Machtkampf“ und „Zerwürfnis“. Sie erklärt, warum sie trotz attraktiver TV-Angebote zu Funke wechselte, was sie von Harald Martenstein über Gesprächsführung gelernt hat – und warum sie auch zu Tucker Carlson gehen würde. 

 

 

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