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RBB trennt sich von Moderator Ken Jebsen

Auch der Programmchef der Jugendwelle Fritz, Stefan Warbeck, nimmt in der Affäre um angeblich antisemitische Äußerungen des Moderators auf eigenen Wunsch seinen Hut.

Berlin (dpa/bb) - Der RBB trennt sich von seinem umstrittenen Radiomoderator Ken Jebsen (45). Auch der Programmchef der Jugendwelle Fritz, Stefan Warbeck (45), nimmt in dieser Affäre um angeblich antisemitische Äußerungen des Moderators auf eigenen Wunsch seinen Hut, wie der Sender am Mittwoch in Berlin mitteilte.

"Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner", teilte RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle mit. "Allerdings mussten wir feststellen, dass zahlreiche seiner Beiträge nicht den journalistischen Standards des RBB entsprachen." Einzelheiten der Beiträge wurden nicht genannt. Mit Warbeck werde über eine neue Aufgabe im Sender gesprochen.

Hintergrund der Affäre war eine Jebsens zugeschriebene Mail an einen Hörer, die durch den Blogger Henryk M. Broder öffentlich wurde. Der Vorwurf drehte sich um den Satz "Ich weiß, wer den Holocaust als PR erfunden hat", der im Internet in kruder Rechtschreibung kolportiert wurde. Die Sendung wurde zwischenzeitlich ausgesetzt. Jebsen durfte zunächst on Air weitermachen. Er entschuldigte sich und wehrte sich gegen den Vorwurf, er leugne den Holocaust.

Mit dem Moderator seien verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung "KenFM" getroffen worden, erklärte Nothelle. "Diese hat er wiederholt nicht eingehalten. Wir bedauern das und müssen auf seine Mitarbeit künftig verzichten."

Warbeck arbeitete seit 1993 für das Radioprogramm und war seit 2005 Programmchef von Fritz. 

 

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